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aktualisiert am 25.12.2010

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Erfolg nach WTC-Anleitung

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Christiane schrieb uns über Ihren Erfolg:

Vor fast einem Jahr – um genau zu sein: Im Dezember 2006 hat sich mein Leben verändert. Ich habe mich verändert, meine Partnerschaft hat sich verändert und auch die Liebe zwischen mir und meinem Lebensgefährten hat sich verändert – sie ist noch stärker geworden!

Ende Dezember 2006 konnte ich meinem „persönlichen Schmerz“ ein Ende bereiten und meinem Leben einen neuen Anfang bieten: Mit 27 Jahren, hatte ich das erste Mal schmerzfreien Sex!

Diesem wunderschönen Moment gehen Jahre voller Qual, voller Schmerz und Selbstzweifel voraus. Eine Zeit, in der ich an Vaginismus litt – wobei ich anfangs gar nicht wusste, dass es für mein Leid einen Namen gibt. Erst als ich irgendwo davon gelesen habe, stellte ich quasi diese „Selbstdiagnose“, die dann auch von meiner Gynäkologin bestätigt wurde.

Als ich 18 war, hatte ich meinen ersten „richtigen“ Freund. Wir haben miteinander geschlafen, aber es hat mir nicht wirklich Spaß bereitet, sondern vielmehr wehgetan. Doch gesagt habe ich das nicht! Vielleicht war ich „zu glücklich“ (endlich einen Freund und Sex zu haben), vielleicht war ich „zu jung“, „zu unsicher“. Ich weiß es nicht. Tatsache ist, dass ich meinen Mund nicht aufgemacht habe.

Als ich vor über acht Jahren mit Roland – meinem Lebenspartner, meinem besten Freund – zusammengekommen bin, hat sich das allerdings geändert. Das heißt: Ich habe von Anfang an „Stopp!“ gesagt und meinen Schmerz gezeigt. Roland hat es verstanden und zwar all die Jahre lang: Danke dafür, meine große Liebe!

Es gab Zeiten, in denen wir probiert haben miteinander zu schlafen. Aber jeder Versuch endete gleich: Ich war enttäuscht, traurig, saß weinend und frustriert im Bett. Und Roland? Er hat es immer wieder akzeptiert. Er hat mich getröstet, hat mir gesagt, dass alles halb so schlimm sei. Aber das war es nicht, nie! Es war schlimm – für mich, für ihn, für unsere Beziehung. Manchmal hab ich zu ihm gesagt, dass er es einfach „versuchen“ solle, dass er einfach in mich eindringen solle. Ich dachte: „Ich hatte ja schon einmal Sex. Vielleicht ist es einfach ein ‚Knoten’, der sich löst, wenn es wieder mal funktioniert.“ Aber Roland wollte das nicht. Heute weiß ich, dass er Recht hatte meinem „Rat“ nicht zu folgen, weil es sowieso nichts gebracht hätte. Wahrscheinlich hätte es das Ganze sogar noch schlimmer gemacht.

Ich habe viel versucht! War bei einer Psychologin. Das waren gute Gespräche, die mich in meinem Leben sicherlich weitergebracht haben, aber bei meinem „speziellen“ Problem konnte sie mir nicht helfen. Ich besuchte Kurse für „Autogenes Training“ und „Yoga“: Interessant, aber wiederum hat sich an meiner Situation nichts geändert. Einmal war ich bei einem Arzt, der mir sagte, dass er noch nie eine so schmale Vagina gesehen habe. Das war natürlich absoluter Schwachsinn. Aber damals war ich – wenn auch etwas schockiert – irgendwie „erleichtert“, weil ich endlich „wusste“, dass es ein physisches und kein psychisches Problem sein musste. Glücklicherweise hat er mir keinen operativen Eingriff vorgeschlagen, denn um ehrlich zu sein: Ich weiß nicht, wie ich damals entschieden hätte.

Neben all diesen Versuchen mein bzw. unser Problem zu lösen, haben wir unser(e) Leben weitergeführt! Die ersten Jahre unserer Beziehung waren „leichter“, weil wir uns nur an den Wochenende gesehen haben. Ich studierte in Innsbruck, Roland lebte in Feldkirch – da liegen zwei Stunden Autofahrt dazwischen. Die wenigen Tage, die wir miteinander hatten, wollten wir nicht mit Problemen verbringen. Wir wollten die wenige Zeit genießen und haben das auch getan!

Aber dann habe ich mein Studium abgeschlossen, bin wieder nach Hause gezogen. Das war vor über vier Jahren. Damals habe ich mir gedacht, dass alles besser wird, wenn wir zusammen leben, unsere eigene Wohnung, unser eigenes „Reich“ und unsere Ruhe haben. Aber dem war nicht so. Ganz im Gegenteil, denn mit der Zeit haben wir gar nicht mehr versucht miteinander zu schlafen. Wir wussten ja, wie es „enden“ würde. Wir haben nebeneinander „hergelebt“. Auf eine gewisse Art waren wir sicherlich glücklich, denn die Liebe war stets groß, sie hat uns immer zusammengehalten. Auch unsere Freundschaft. Aber es hat doch immer „etwas“ gefehlt!

Unsere Freunde bekamen Kinder und so wurden wir natürlich auch immer wieder gefragt: „Wann ist es bei euch so weit?“ Abgesehen davon, dass wir noch gar nicht dafür bereit waren, hätten wir doch gar keine Kinder bekommen können, weil wir ja gar keinen Sex hatten! Aber das kann man auf diese Frage ja wohl nicht antworten, oder?

Jedes Wochenende habe ich mir gedacht: „Vielleicht könnten wir es ja wieder einmal versuchen!“ Doch es gab immer eine Entschuldigung – ja, von meiner Seite. Roland hat – wie er mir jetzt erzählt hat – versucht sich abzulenken, hat sich auf seine Musik, sein Schlagzeug konzentriert. Ich konnte das nicht. Konnte mich nicht so sehr ablenken, dass es nicht mehr in meinem Kopf war. Dort haben sich diese Gedanken nämlich festgesetzt und waren ständig da!

Im Herbst des letzten Jahres, habe ich dann wieder einen Termin bei meiner Gynäkologin vereinbart – eine wunderbare Frau, tolle Ärztin und einfach ein unglaublich lieber Mensch. Sie wusste von meinem Problem, doch helfen konnte sie mir nicht – auch wenn sie es wollte und auch versucht hat.

Der Termin also stand bevor, kam immer näher und somit wurde mein Problem noch „präsenter“. Irgendwie wollte ich meiner Gynäkologin zumindest sagen, dass wir es versucht haben. Vielleicht hätte ich ihr sogar von einem „Erfolg“ berichten können. Aber: nichts!

Einen Tag vor meinem Termin war ich einfach nur noch am Ende. Es ging mir unglaublich schlecht. Ich konnte nicht mehr und so erzählte ich endlich einer Freundin von meinem Problem. Sie ist natürlich aus allen Wolken gefallen, weil sie – wie alle anderen – dachte, dass wir einfach rundherum glücklich sind. Waren wir ja auch, aber eben nicht „rundherum“.

Zudem habe ich das Internet durchsucht, habe „Vaginismus“ gegoogelt – keine Ahnung, warum ich das nicht schon früher gemacht habe!? Wie auch immer: Ich bin dabei auf den Bericht von Tina gestoßen, die ihre Geschichte – ihre Reise nach New York, zum Women’s Therapy Center, zu Ditza Katz und Ross Lynn Tabisel – niedergeschrieben hat. Ich war total begeistert. Und vor allem hatte ich endlich das Gefühl, dass es vielleicht doch noch einen Ausweg aus diesem schwarzen dunklen Tunnel gibt!

Ich habe dann auch gleich Roland davon erzählt und wir haben eigentlich das erste Mal seit langem wieder über unsere Situation, über unser Problem gesprochen. Wir waren uns einig, dass wir endlich etwas daran ändern müssen. Er sagte nur: „OK, wenn du dafür nach New York gehen musst, wenn du dafür dieses ‚2-weeks-program’ durchlaufen musst, dann muss das eben sein. Egal was es kostet!“ Ich sah das genauso, aber zuerst wollte ich mit meiner Gynäkologin darüber sprechen, einfach weil sie mich und meine Situation ja bereits kannte.

Als ich am nächsten Tag zu meinem Gynäkologen-Termin ging, sagte ich ihr, dass ich einfach nicht mehr konnte, dass ich am Ende sei. Und ich erzählte ihr vom Women’s Therapy Center, dem Buch „Private Pain – It’s about life, not just sex...“, von den zwei Ärztinnen (und Autorinnen), die anscheinend die einzigen zwei Menschen auf der Welt seien, die Vaginismus heilen könnten. Meine Gynäkologin meinte nur: „Na dann besorgen sie sich das Buch und fangen sie an zu ‚trainieren’ – mit was auch immer – Kugelschreiber, Karotte... egal!“

Ohne dass sie das Buch gelesen, geschweige denn vom Women’s Therapy Center schon gehört hatte, hat meine Gynäkologin das „Richtige“ getan und mir den richtigen Weg gezeigt, denn ich musste mich einfach einmal selber, meine Vagina, meine Scheide kennen lernen. Und sie hat mir dann auch noch auf eine andere Art und Weise geholfen: Sie sagte mir, dass ich den „Ultraschall-Stab“ selber einführen solle. Ich hab es gemacht, es hat geklappt und irgendwie denke ich, dass das der Beginn meines neuen Lebens war.

Was danach kam, war eigentlich nur noch eine Frage der Zeit. Natürlich sagt sich das aus der heutigen Sicht leichter, aber es war schon so: Ich habe mir das Buch von Ditza und Ross bestellt und  obwohl mir schnell klar war, dass es keine „Anleitung zur Selbsthilfe“ war, half es mir sehr. Einfach weil ich merkte, dass ich nicht alleine bin. Weil es mir zeigte, wie mein Körper „arbeitet“, wie er funktioniert. Wie ich funktioniere. Ich habe „trainiert“, habe meine Übungen gemacht! Und Roland hat mich durchgehend unterstützt – vor allem indem er mir einfach nur zugehört hat, wenn ich wieder einmal etwas „Neues“ über mich herausgefunden habe. Hin und wieder hat er mir aber auch bei meinen Übungen „geholfen“ – und es wurde immer besser.

Etwa eineinhalb Monate später, am 23. Dezember 2006, hatten wir das erste Mal Sex! Und es war einfach nur genial! Ich hatte zwar keinen Orgasmus. Aber alleine die Tatsache, dass ES FUNKTIONIERTE und vor allem dass ich keinen Schmerz spürte, zählte so unglaublich viel. Wir waren wahnsinnig glücklich. Seither „üben“ wir ständig und hin und wieder können wir es immer noch nicht glauben, dass wir unser Problem bewältigt haben!

In New York waren wir übrigens trotzdem! Denn als wir vom Women’s Therapy Center erfahren haben, als wir praktisch das erste Mal wirklich eine Lösung für unser Problem sahen, haben Roland und ich Folgendes beschlossen: „Zuerst wollen wir es hier versuchen, nur mit dem Buch, mit der Hilfe und Unterstützung meiner Gynäkologin – ein Versuch ist es wert. Wenn das nicht funktioniert, mache ich das „2-weeks-program“ in New York. Wenn es aber klappt, dann feiern wir das in New York!“

Und so feierten wir diesen September (2007) in New York – eine Woche lang (nachdem wir zwei Wochen rund um den Lake Michigan gefahren sind – übrigens eine Reise wert!). Der ganze Urlaub war genial. Aber ein Highlight war definitiv, als wir Ditza und Ross besuchten – diese zwei wunderbaren Ladies!

THANK YOU SO MUCH, DITZA AND ROSS!

 

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